Rückblick: Geführte Verkostung „Frankreich und seine Weine“
Tasting Notes zu unserer geführten Länderverkostung
Ein Vortrag mit Bildern über Geschichte und Weinkultur Frankreichs, Klima und Terroir, Weinbereitung, wichtigste Rebsorten und Regionen begleitete die Gäste während der Verkostung und Diskussion der einzelnen Weine.

Tasting Notes:
Zum Auftakt unserer Tour des Vins de France gab es einen Crémant de Loire Brut von Langlois-Chateau mit feiner Perlage. Mit vielschichtiger Aromatik von Wiesenblumen und Weißdorn, frisch und köstlich am Gaumen, lud die Assemblage aus Chenin Blanc, Chardonnay und Cabernet Franc zu einem zweiten Glas ein.
Diesem folgte ein 2012er Sancerre vom gleichen Hersteller, mit der typischen Aromatik eines Sauvignon Blanc, der auf Silex-Böden gewachsen ist. Zitronengelb im Glas besticht er durch seine Eleganz. In der Nase finden sich feine Noten von Passionsfrucht, Grapefruit und Heu, insgesamt sehr erfrischend und mineralisch im Geschmack.
Weiter geht die Reise ins Elsass, genauer gesagt ins Schiefer- und Buntsandsteingebiet der Vogesen, aus dem wir den trockenen Riesling Andlau von Marc Kreydenweiss präsentieren. Mit frischen Zitrusnoten im Duft und zugleich kräftigem Körper zeigt der 2011er Jahrgang am Gaumen reife Fruchtaromen, eine schöne Mineralität mit feinen Salznoten und ein elegantes Säurespiel.
Der nächste Weißwein ist ein wunderbar duftender Chardonnay aus dem Burgund von der Côte Chalonnaise. Der 2011er „Rully Blanc“ von Chanson Pére & Fils erfreut mit frischen, floralen Noten, in die sich Aromen von exotischen Früchten und feine Mandeln mischen. Ausgewogen im Geschmack, geradlinig, mineralisch und mit geschmeidigem Abgang ist er eine Freude.
Der erste Rotwein ist ebenfalls aus dem Herzen der Côte Chalonnaise und vom gleichen Erzeuger: ein „Mercurey“ 2011. Mit frischen Aromen von Himbeeren, Kirschen und roten Johannisbeeren, gepaart mit feinen Gewürznoten, besticht dieser elegante Pinot Noir am Gaumen mit konzentrierter Struktur und gut eingebundenen Tanninen.
Im Bordeaux widmen wir uns zuerst der rechten Uferseite und präsentieren mit dem Pomerol 2009 einen wunderbar trinkreifen Roten von Jean-Pierre Moueix. Die Cuvée aus ca. 90% Merlot plus Cabernet Franc erfreut uns mit einladend aromatischem Duft, dicht und geschmeidig am Gaumen mit reifen Kirscharomen, roten Beeren, fein würzig. Ein kraftvoller Pomerol mit Finesse, eleganter Tanninstruktur und langem Nachhall.
Der folgende Zweitwein der Domaine de Chevalier „L’Esprit de Chevalier Rouge“ 2010, AOC Pessac-Léognan, ist eine wunderbare Entdeckung. Die für Cabernet Sauvignon typischen Noten von Cassis und Holunderbeeren verleihen dieser Cuvée im Zusammenspiel mit Merlot und Cabernet Franc die typische Bordeaux Aromatik. Feine Röstaromen, Kakao und Bitterschokolade, dazu reife Tannine und eine präsente Säure. Ein geschmeidiger und gut strukturierter Wein, der trotz seiner Jugend hervorragend mundet.
Von der südlichen Rhône kommt ein berühmter Vertreter französicher Rosé-Weine. Der tief lachsfarbene 2011er „Tavel“ von Etienne Guigal ist erfreulich kraftvoll und aromatisch. Grenache, Cinsault, Clairette, Syrah und 5% andere Rebsorten ergeben eine spannende Cuvée mit floralen und fruchtigen Noten, die sich am Gaumen gut strukturiert, angenehm frisch und mit Finesse präsentiert.
Beim folgenden „Côte du Rhône Rouge“, ebenfalls von Etienne Guigal, überwiegt der Syrah Anteil, mit seinem Veilchenduft und Brombeernoten, gepaart mit wunderbarer Würzigkeit. Grenache und Mourvèdre steuern Kirschen und weitere Fruchtnoten bei. Ein kräftiger und fülliger Rotwein mit samtigen Tanninen, der gut zu geschmorten Fleischgerichten passt.
Weiter geht’s mit einem unkonventionellen Weißwein aus dem Languedoc-Roussillon: „Figure Libre Freestyle Blanc IGP“ 2012 von der Domaine Gayda. Eine reichhaltige komplexe Cuvée aus handgelesenem Traubengut, 55% Grenache Blanc und weitere Rebsorten, im Eichenfass gereift, das dem Wein Tiefe verleiht. Golden leuchtend im Glas, aromatisch mit frischen Zitrusnoten, Apfelaromen, weißen Blüten. Am Gaumen Grapefruit und reife Stachelbeeren, kräftiger Körper, leicht mineralisch im Abgang.
Zum Abschluss verkosten wir noch einen Syrah, ebenfalls von der Domaine Gayda. Der 2012er „Cépage Syrah“ präsentiert sich uns körperreich, fein duftend nach schwarzem Pfeffer, Lakritz und Gewürzen. Im Geschmack eröffnen sich uns vielfältige schwarze Früchte und moderate Tannine – ein erfreulich frischer, konzentrierter und unkomplizierter Wein.
Die Weine der Verkostung sind, solange Vorrat reicht, bei uns in der Weinboutique ehrliche Münchner in München-Schwabing erhältlich.
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